Ab sofort: Neuer Bürgerentscheid im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Alle wahlberechtigten Einwohner des Berliner Bezirks Tempelhof-Schöneberg können voraussichtlich ab dem 1. Oktober 2008 erneut über das Schicksal des Flughafens Tempelhof abstimmen. Unter dem Titel "Das Denkmal Flughafen Tempelhof erhalten - als Weltkulturerbe schützen" geht es um den authentischen Erhalt des Denkmals Tempelhof und die lanfristige Ernennung zum Weltkulturerbe. Die Nutzung soll sich schwerpunktmäßig auf eine Funktion als Regierungs-, Rettungs- und Ausweichflughafen konzentrieren.
 


Worum es geht

Der Senat von Berlin hat beschlossen, den Flughafen Tempelhof zum 30. Oktober diesen Jahres zu schließen und nachfolgend mit Wohnungen und Gewerbegebieten zu bebauen. Ein klares Konzept gibt es dafür bisher nicht, es steht nur fest dass der Flughafen verschwinden soll. Wir halten diese Entscheidung für einen historischen Fehler.
Tempelhof ist der älteste Verkehrsflughafen der Welt und war fast ein Jahrhundert ein Zentrum und Spiegelbild der Weltgeschichte.
Mit der Luftbrücke in Tempelhof wurde der Grundstein für ein neues, freies Deutschland und Europa gelegt. Aber auch als Zeugnis von Krieg, nationalsozialistischer Gewaltherrschaft, kaltem Krieg und Wiedervereinigung ist er ein historisches Denkmal. Dieses Denkmal gilt es authentisch der Nachwelt zu erhalten.

Was soll entschieden werden

Wir wollen erreichen, dass der seit Jahrzehnten bestehende Denkmalschutz für den gesamten Flughafen Tempelhof erhalten bleibt und keine Bebauung des Geländes erfolgen darf. Mit einer Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe der Menschheit soll ein dauerhafter Erhalt gewährleistet werden. Die schwerpunktmäßige Nutzung als Regierungs- und Rettungs- und Ausweichflughafen stellt dazu eine wirtschaftliche Basis bereit.

Welche Stimmenzahl ist notwendig?

Für einen Erfolg benötigen wir im ersten Durchgang 7.500 Unterschriften. Bei der nachfolgenden Abstimmung müssen mindestens 37.500 Tempelhof-Schöneberger teilnehmen und die Mehrheit zustimmen.

Wer steht dahinter?

Das Aktionsbündnis be-4-tempelhof ist ein parteiunabhängiges Bündnis von engagierten Freunden des Flughafens Tempelhof. Die meisten von uns wohnen in Tempelhof oder sind dort aufgewachsen. Wir verfolgen keine eigenen wirtschaftlichen Interessen.

 

 
(Berlin 06.09.2008) Offener Brief: Liebe Politikerinnen und Politiker „Schaut auf diese Stadt“

Sehr geehrter Herr Bundesaußenminister Steinmeier,
sehr geehrter Herr Bundesfinanzminister Steinbrück,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Beck,
sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Müntefering,
sehr geehrte Frau Landtagsabgeordnete Ypsilanti,
sehr geehrter Herr Bundesminister a.D. Clement,
sehr geehrte Damen und Herren,
Telinehmerinnen und Teilnehmer der
Klausurtagung in Werder,

wir wenden uns heute an Sie als ehemalige Mitglieder und Wähler der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, als verantwortungsvolle Bürgerinnen und Bürger und als Menschen.

Schauen Sie auf diese Stadt: In Berlin haben wir seit 7 Jahren das, was Sie im Bundesland Hessen anstreben: Eine Kooperation und später Koalition von SPD und Linkspartei unter der Führung von Klaus Wowereit. Ganz nebenbei: Auch Klaus Wowereit wurde mit genau einer Stimme Mehrheit zum regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt.

Bitte machen Sie sich klar, dass man auf dieser Grundlage keine zukunftsorientierte Politik machen kann.

Sie sehen dies mustergültig in Berlin: Bei einer derartig schwachen Mehrheit und widersprüchlichen Interessen versucht sich rot/rot seitdem vor allem in einer Wohlfühlmentalität. Statt Probleme der Stadt zu lösen schiebt sie diese in einer Mischung aus Ignoranz und blinder Ideologie vor sich her.

Nicht ohne Grund hat Klaus Wowereit auch den Spitznamen "Regierender Partymeister".

Laut einer Forsa Umfrage verbinden die Berliner "Wowereit vor allem mit Partys und Feiern. Harte Themen werden nicht mit dem Regierenden Bürgermeister assoziiert".

Während Berliner (auch Hochqualifizierte) vergeblich und unermüdlich nach Job’s suchen, sucht Wowereit im KaDeWe lieber einen schicken Anzug - statt nach Investoren. Dabei hat Berlin im Ländervergleich immer noch einer der höchsten Arbeitslosenquote bzw. höchste Arbeitslosenzahl.

Sehr gut verstanden haben es die Akteure dagegen, die Privilegien einer Regierung für sich zu nutzen.

Systematisch besetzen alle Berliner Senatorinnen und Senatoren und der Regierende Bürgermeister von Berlin Posten in den Aufsichtsräten von Berliner und Brandenburger öffentlichen Unternehmen und drücken deren Wünsche und Interessen, in der Regel zu Lasten der Allgemeinheit, durch.

Prominentestes Beispiel dafür ist Klaus Wowereit selbst, der als Aufsichtsratsvorsitzender der Berliner Flughafengesellschaft den Bau des Großflughafens BBI auf Kosten Berlins derzeit ohne Rücksicht auf Verluste durchdrückt. Ihm zur Seite steht der politisch kaltgestellte, ehemalige Bildungssenator Klaus Böger.

Für die Linkspartei darf der Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen Harald Wolf bei der Berlinwasser Holding den Aufsichtsrat führen. Unnötig zu berichten, dass Berlin in der Spitzenliga bei den Wasser und Abwasserpreisen in Deutschland mitspielt.

Dies alles mag juristisch legal sein, aber Transparency International nennt so etwas eine Form der Korruption.

Nun halten sich ja Linke gerne für besonders demokratisch. In Berlin zeigt rot/rot regelmäßig was das bedeutet: Das Volksbegehren zum Flughafen Tempelhof wurde vom Senat systematisch behindert und durch die Erklärung als "unrelevant" bis zur passenden Wahlenthaltung zurechtgesteuert.

Die Volksbegehren zur Offenlegung der überhöhten Wasserpreise und dieser betreffenden Verträge, sowie für bessere Kita-Ausbildung wird kurzerhand für unzulässig erklärt.

Verhaltensmuster wie diese kennt man von afrikanischen Diktatoren, aber nicht von demokratischen Parteien.

Bekanntermaßen hat Berlin ja einen Spitzenplatz in der Arbeitslosigkeit (20 Prozent aller Berliner beziehen Transferleistungen, wie ALG II, Wohngeld oder Sozialhilfe und ein dramatisches Schuldenproblem. Man sollte also erwarten, dass rot/rot vor allem diese Probleme angeht.

Zwar hat auch Berlin vom vergangenen Wirtschaftsaufschwung profitiert und weist zum zweiten Mal in Folge ein moderates Plus im Haushalt auf. Sieht man genauer hin, dann rührt dies vor allem aus Immobilien- und Beteiligungsverkäufen. Der Abbau der Arbeitslosigkeit ging weitgehend an Berlin vorbei.

Gleichzeitig verschenkt der Senat mal schnell knapp 15 Millionen Euro für fehlerhafte Baugenehmigungen in der City, muss 112 Millionen Euro Entschädigung für leerstehende "Entwicklungsgebiete" zahlen, gibt aber schon die nächste 100 Prozent Landesbürgschaft für das schon jetzt absehbare Milliardenloch Flughafen BBI und verjubelt kräftig EU-Gelder. Die Liste ließe sich sehr lange fortsetzen.

Damit genügend Geld für diese Millionensenken da sind, hat Berlin die Spitzenposition bei Grundsteuer (810 Prozent) und einen oberen Platz bei der Gewerbesteuer (410 Prozent).

Neue Einnahmequellen wurden ebenfalls trickreich erschlossen, wie großzügige Heranziehung der Anwohner für Straßenreparaturen (Straßenausbaubeitragsgesetz), oder die Abschaffung der in Berlin traditionellen Lehrmittelfreiheit.

Apropos Bildung: Ziehen Sie nicht nach Berlin, wenn Sie kleine Kinder haben. Ohne Rücksicht auf den Entwicklungsstand wird ihr Kind in Berlin mit 5 Jahren zwangsweise eingeschult und darf dann auch schon einmal mit 8-jährigen "jahrgangsübergreifend" lernen. Immerhin werden ihm seine Kameraden in Zukunft lange erhalten bleiben, denn in Berlin kommt nach DDR-Vorbild die 10-jährige Einheitsschule ohne Leistungsdifferenzierung. Da können die sozialen Probleme gleich jahrgangsübergreifend ausgelebt werden.

Dabei zeigt gerade Berlin, dass es auch anders geht:

Berlin war zu Zeiten Ernst Reuters und Willy Brandts die Hochburg der Deutschen Sozialdemokratie mit Wahlergebnissen von fast 65 Prozent.

Beide Persönlichkeiten sind noch heute Aushängeschilder und Vorbilder für Menschen in allen Parteien und Vorbilder für eine verantwortungsvolle Politik und Gesellschaft.

Widerstehen Sie daher der Versuchung, um der reinen Macht willen, die Grundprinzipien ihrer Partei und die einer demokratischen Gesellschaft zu verlassen und wehren Sie sich als SPD gegen den Linksruck in Deutschland und Hessen. Rot / Rot löst keine Probleme, es ist selber ein Problem.

Wenn die Zeit reif ist, wird man Ihnen die Regierungsverantwortung übertragen, bis dahin zeigen Sie durch verantwortungsvolles Handeln, dass sie dazu bereit sind.

Deutschland und ganz Hessen wird es Ihnen danken und Ihre Mitverantwortung schätzen.

Nehmen Sie Berlin als abschreckendes Beispiel für eine verfehlte Wirtschafts-, Finanz-, Umwelt-, und Sozialpolitik und diskutieren Sie dieses Thema bitte im SPD-Parteivorstand am kommenden Wochenende auch noch einmal auf Ihrer SPD-Klausurtagung in Werder (Havel).

Deutschland und die Welt wird es Ihnen wirklich danken.

Mit freundlichen Grüssen

Michael Paul und Johann Müller für die Initiative "SPD Wähler für den Flughafen Tempelhof"

 

Preseemitteilung (01.02.2008)

SPD-Wähler für den Flughafen Tempelhof!

Zeigen Sie Rot/Rot die rote Karte.

Mit der Mentalität einer Wegwerfgesellschaft, völliger Ignoranz und politisch diktiert, soll Tempelhof, ein funktionierender und akzeptierter Flughafen geschlossen werden. Damit dieses Handeln aufgeht, werden parallel dazu die Kapazitäten in Tegel erweitert.

Michael Paul, von der Initiative „SPD-Wähler für Tempelhof“: „Die Berliner Politiker, besonders die von uns gewählten Damen und Herren in der SPD und der Linken sollten sich daran erinnern, dass es in jüngerer Geschichte immer wieder zu voreiligen Schließungen von Institutionen oder Abrissen von Gebäuden kam.“

„Als Beispiel sei das Berliner Schloss genannt, das nach dem Krieg zwar Schäden davon getragen hatte: ein Abriss aber nicht nötig war. Im Lauf der Geschichte, folgte der Bau des Palastes der Republik. Nach der Wende folgte gegen den Widerstand der ehemaligen Bürger der DDR, der Abriss des Palastes“, so Paul weiter

Heute überlegt man die Fassade des Schlosses wieder herzustellen, da sie besser als alles andere in die Umgebung passt. Ein ähnlicher Fehler war der völlige Abriss des Anhalter Bahnhofs. Und auch der Abriss des Sportpalastes ist kein Ruhmesblatt der Berliner Politik.

An seiner Stelle steht nun der so genannte "Sozialpalast" in Schöneberg: graue Betonwände, Satellitenschüsseln an den Balkons, beschmierte Fassaden. Vandalismus, zunehmende Kriminalität und Verwahrlosung sind die regelmäßigen Schlagzeilen die mit diesem Bau in Verbindung gebracht werden. Insgesamt gesehen ein sozialer Brennpunkt und ein städtebaulicher Schandfleck.

Tempelhof droht ein ähnliches Schicksal.

Mit der Schließung des Flughafens droht der Anlage zunächst Verwahrlosung und Verfall. Dafür gibt es in Berlin ausreichend Beispiele. Deshalb ist der ideale und wirkungsvollste Denkmalschutz die Beibehaltung der ursprünglichen Nutzung. Der Flughafen Tempelhof gehört zu dieser Stadt wie das Brandenburger Tor, die Glienicker Brücke oder das Reichstagsgebäude!

Der Flugplatz Berlin-Johannisthal wurde nach der Wende zugebaut und nichts erinnert mehr an diesem traditionsreichen Ort. Auch in München-Riem erinnert nur noch wenig an den ehemaligen Münchener Verkehrsflughafen. Wer via Google-Maps München-Riem Reste des Flughafens sucht, wird davon nichts mehr finden.

Der Flughafen Tempelhof ist ein Berliner Markenzeichen, welches selbst noch aus dem Weltall erkennbar ist. All dies soll verschwinden, so wie der Flughafen München-Riem verschwand und durch gesichtslose Einkaufszentren und Wohnsiedlungen ersetzt wurde.

Johann Müller, Mitglied in der Initiative: „Der Regierende Bürgermeister Wowereit, auch zuständig für Kultur, erweist sich eher als Barbar, wenn es um das „Kulturgut“ Flughafen Tempelhof geht. Hier setzt wohl bei ihm Herz und Verstand komplett aus, anders kann man sich die seelenlose, instinktlose und gegen das Volk gerichtete Politik nicht erklären.“

Bezeichnend ist, dass jetzt in einer Welle von Aktionismus Nachnutzungskonzepte aus dem Hut gezaubert werden, obwohl der Senat schon seit Jahren beabsichtigt Tempelhof zu schließen.

Michael Paul, von „SPD-Wähler für Tempelhof“: „Interessant ist auch, dass bei der Bürgerbeteilung und Online-Dialog der Senatsverwaltung Stadtentwicklung zur Nutzung bzw. Nachnutzung, die einfachste Lösung, die an vorderster Stelle auftaucht, nämlich die Beibehaltung als Flughafen mit Flugverkehr unterschlagen wird.“

Für viele Berliner ist die Erhaltung des Flughafens so wie ist, die beste Lösung, so Paul weiter.

Dieses Jahr feiert Berlin den 60. Jahrestag der Luftbrücke. Gerade auch in dieser Zeit hatte sich der Flughafen Tempelhof bewährt und mit der Gründung des Flughafens 1923 wurde für Berlin eine innovative Infrastruktur gegeben, die jetzt nicht vorsätzlich zerstört darf. Die Fußballweltmeisterschaft 2006 hat auch die Notwendigkeit und Nutzen Tempelhof gezeigt, als fast 1/3 der in Berlin und Brandenburg landenden Maschinen über Tempelhof abgewickelt werden konnten.

Wer diesen Nutzen und den faktischen Standortvorteil des Flughafens nicht erkennt und alles tut um diesen Standort vorsätzlich kaputt zuwirtschaften und anschließend dicht zu machen, schadet Berlin.

Ein Anwohner des Flughafen schimpft: „Es ist unsinnig, den voll funktionierenden Standort Tempelhof zu schließen, um an anderer Stelle in Tegel neue Kapazitäten zu schaffen. Dies ist ein Fall für den Rechnungshof und dies offenbart eine Verantwortungslosigkeit im Umgang mit öffentlichen Geldern. Der Verdacht der Veruntreuung ist nahe liegend.“

Federführend für dieses Handeln: der Regierende Bürgermeister Wowereit, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft ist.

Michael Paul: „Klaus Wowereit ist Regierender Bürgermeister von Berlin, es mag sein, dass er das Beste für die Interessen Brandenburgs unternimmt, aber was tut er für die wirtschaftlichen Interessen Berlins?“

Schließung von Tempelhof – Überlastung von Tegel.

Der Flughafen Tegel wurde konzipiert für etwa fünf Millionen Passagiere im Jahr. Inzwischen sind es über 13 Millionen. Die Tendenz ist steigend, weitere Langstreckenflüge sind geplant und ab Oktober 2008 soll der Flugverkehr von Tempelhof hinzukommen. Tegel platzt jetzt schon aus allen Nähten, trotz voraussichtlicher Schließung 2011 wird Tegel gemäß eines „Geheimplanes“ ausgebaut, die Flughafengesellschaft betitelt den Ausbau als offiziell als Optimierung.

Ziel der Optimierung wird es sein, mit aller Gewalt, die Lande- und Startfrequenzen zu steigern. Die Folgen: erhöhte Gefährdung des gesamten Flugverkehrs und weiter steigende Belästigungen der dort lebenden Anwohner.

Ein Anwohner in Tegel berichtet: „Der Senat riskiert mit der bewussten Überlastung von Tegel einen gefährlichen Engpass, der vermeidbar wäre, wenn man den Flughafen Tempelhof als aktiven Flughafen nutzen würde.“

Auch die Berliner Wirtschaft, vertreten durch die IHK und der Handwerkskammer, nennt die Schließung Tempelhof eine Riesendummheit.

Zu dieser Dummheit hinzu kommt ein Demokratieverständnis des Regierenden und des rot/roten Senates, das äußert bedenklich ist. Arroganz der Macht, ist dabei noch eine recht zurückhaltende Formulierung. Die jüngsten Äußerungen Wowereit’s nach dem für ihn das Ergebnis des Volkentscheides irrelevant ist, sind für viele Berliner und vor allem für uns als seine Wähler eine Provokation.

Klaus Wowereit darf sich nicht wundern, wenn er demnächst selbst Gegenstand eines Volksbegehren/Volksentscheides wird und/oder sein Volk den dringlichen Wunsch hat, ihm das Misstrauen auszusprechen.

Michael Paul, von der Initiative „SPD-Wähler für Tempelhof“: Wir sind von Klaus Wowereit zutiefst enttäuscht und bitten alle Wähler der SPD sowie alle Berlinerinnen und Berliner am 27. April für Offenhaltung des Flughafens Tempelhof zu votieren.“

Paul weiter: „Tempelhof ist eine parteiübergreifende Angelegenheit die alle Berlinerinnen und Berliner betrifft. Es geht allein um das Sachthema Flughafen Tempelhof. Alle Macht geht vom Volke aus, stimmen Sie bitte für Tempelhof und zeigen Sie dem Regierenden und dem rot/roten Senat die rote Karte.“


 

Preseemitteilung (01.02.2008)

Berliner Flughafen: Die Rettung des Tempelhofs

Drei von vier Berliner sind dagegen, den Flughafen Tempelhof zu schließen. Die Bürger wollen seine Identität mit dem weltberühmten Flughafen wahren. Der Widerstand wird nun immer größer: Berliner Bürger haben ihre Bildersammlung mit über 800 Fotos vom Flughafen ins Internet gestellt. Verbunden ist die Internetseite mit einem eindeutigen Aufruf gegen die Schließung des Flughafens Tempelhof.

In den vergangenen 12 Wochen haben schon 128 341 Berliner für den Erhalt des City-Airports unterschrieben. In den nächsten knapp sechs Wochen müssen noch 40 000 Unterschriften zusammenkommen, damit es im Juni zu einem Volksentscheid kommt. Das Volksbegehren ist der wichtigste Schritt, aber nicht der Einzige: Die Initiatoren einer Internet-Seite erinnern mit Bildern des Flughafens an seine prachtvolle Zeit und stimmen Altkanzler Helmut Schmidt zu: „Berlin sollte Tempelhof nicht aufgeben. Die Hauptstadt der Republik darf jetzt die große und letzte Chance nicht verpassen, einen bundesweit einmaligen Standortvorteil zu nutzen: einen Flughafen in unmittelbarer Nähe der Innenstadt."

Was die Initiatoren erreichen wollen? Alle Berliner sollen sich gegen die Schließungsabsicht des Berliner Senates und damit auch gegen Wowereit stellen. "Wir fordern den Regierenden Klaus Wowereit auf, seinen Höhenflug - jenseits der Berliner Bürger - zu beenden und wieder in der Mitte seiner Bürger zu landen", sagt Michael Paul, Initiator des Projekts. Die Betreiber der Bildersammlung gehörten zu den Befürwortern des Flughafens Tempelhof. "Wir werden auch gerne als Ewiggestrige bzw. Rosinenbombergeneration, BZ-Leser oder der Wirtschaft nahe stehenden Parteien und Organisationen zugeordnet", sagt Paul weiter. Der Flughafen Tempelhof sei nicht die primäre Angelegenheit der oben genannten Gruppierungen oder eines Friedbert Pflüger, es eine parteiübergreifende Angelegenheit aller Berliner. "Es geht uns nicht um das Lamentieren oder Nostalgie, sondern um Standortvorteile, wirtschaftliche Interessen, Zukunftschancen und auch um die Identität unserer Stadt", versichert Paul.

Die Länderfusion mit Brandenburg blieb aus und Berlin würde künftig keinen einzigen Flughafen mehr haben. Viele Arbeitsplätze würden dann nach Brandenburg verlagert und auf die Steuereinnahmen aus dem Flughafenbetrieb müsse Berlin verzichten, glauben die Initiatoren des Projekts. Der Wirtschaftstandort Berlin werde dadurch geschwächt. Auf die Rolle des Ergänzung- bzw. Entlastungsflughafen bereiten sich in Brandenburg die Flughäfen Finow und Schönhagen vor - ohne damit den viel zitierten Bau des Flughafens BBI zu gefährden. "Den Berlinern Steuerzahler bleibt ab Oktober 2008 ein Flughafen als Brachliegendes Land das dem Steuerzahler Millionen Euro jährlich kosten wird".

2007 haben Tegel, Tempelhof und Schönefeld mit über 20 Mio. Passagieren 240 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet - ab 2011 wird Berlin an diesem enormen Markt " Flughafenbetrieb " nicht mehr beteiligt sein. "Diese maßgebliche Verlagerung von Wirtschaftskraft von Berlin nach Brandenburg motiviert uns, für Berlin den Flughafen Tempelhof zu erhalten. Berlin ist im Wettstreit um Investoren, ein Konkurrent von Brandenburg", erklärt Paul. Und wenn heute absehbar ist, dass für den künftigen BBI ein Ergänzung- bzw. Entlastungsflughafen nötig wird, dann stehe Berlin Tempelhof diese Rolle zu und dürfe nicht auch noch den Brandenburgern widerstandslos überlassen werden.

Auf der Internetseite der "Bildersammler und Tempelhofer" werden alle Berliner aufgerufen, ihre Bilder vom Flughafen Tempelhof vom Dachboden zu holen. "Diese Bilder und Ihre Geschichte dazu werden in der „Besucher-Galerie“ auf unserer Homepage veröffentlicht", erklärt Paul.


web: tempelhof-bleibt-flughafen.de
mail: info@tempelhof-bleibt-flughafen.de
 

 

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Last Call für Tempelhof?

Wir sind Berliner Bürger und es wurde von uns über Jahre hinweg diverse Fotos auf den Flughafen Tempelhof aufgenommen. Die meisten dieser Bilder entstanden kurz vor der Schließungsabsicht dem 30. Oktober 2004. Quasi als „letzte Chance“; die letzten Bilder des Flughafens im Flugbetrieb zu bekommen.

Viele dieser Aufnahmen sind in den Galerien „Impressionen I und II“ zu finden. Gerade hier sind Orte auf Bildern festgehalten, an denen die wenigsten Fluggäste, geschweige der normale Bürger je Einblick hatten und haben.

Diese Impressionen, werden demnächst aus dem eigenen Bestand weiter ergänzt. Wir rufen alle Berlinerinnen und Berliner auf, uns ihre Bilder vom Flughafen Tempelhof zuzusenden. Das Motto: Wir wollen Ihre Bilder! Schicken Sie uns Ihre interessantesten, schönsten Aufnahmen zum Thema „Flughafen Tempelhof“. Diese Bilder können Sie uns online über unsere Internetseite (siehe Menüpunkt „Datei hochladen“), als auch per Email zuschicken. Diese Bilder und Ihre Geschichte dazu werden in der „Besucher-Galerie“ auf unserer Homepage veröffentlicht.

Es gibt sicherlich auch bei Ihnen Fotodokumente, unter anderem über die „Luftbrücke“ und über die Zeit in denen die Amerikaner den Flughafen über Jahrzehnte nutzten. Viele Berliner wissen noch, dass hier traditionell die jährlichen Tage der offenen Tür statt fanden. Auch wenn „das alte Europa“ zur Zeit ein sehr zwiespältiges Verhältnis zum derzeitigen Amerika hat, so haben doch viele Berlinerinnen und Berliner ihr Überleben den Alliierten zu verdanken. Die Geschichte Berlins wäre ohne den Flughafen Tempelhof und den Rosinenbombern der Alliierten nicht denkbar.

Die Ernst Reuters Rede am 9. September 1948 vor dem Reichstag: „Völker der Welt“ … „Schaut auf diese Stadt“ ist eng verbunden mit den geschichtsträchtigsten Flughafen, den Rosinenbombern und der Luftbrücke. In dieser Zeit wurde enormes geleistet. Unter anderem wurde das Kraftwerk Reuter komplett, inklusive der Turbinen, in Einzelteilen eingeflogen, in Berlin-Spandau aufgebaut - und machte nach seiner Fertigstellung West-Berlin fast unabhängig von Stromimporten aus der sowjetisch besetzten Zone. Die für den Betrieb dieses Kraftwerkes benötigte Kohle, wurde gleichfalls per Luftfracht eingeflogen.

Berlin, ist die Wiege der Luftfahrt und beheimatet den ältesten Verkehrsflughafen der Welt. Der englische Architekt Sir Norman Foster bezeichnete diesen Flughafen daher im Jahr 2004, als die Mutter aller Flughäfen. Es ist eine Schande, wie man in dieser Stadt mitunter mit Stätten umgegangen wird, die an unsere Geschichte erinnern. Es war immer klar: die Mauer muss weg - aber die Berliner Mauer wurde fast vollständig beseitigt - auch der Palast der Republik einfach abgerissen. Das sind nur die jüngsten Sünden - in dieser Stadt - in Ost und West.

Der Flughafen Tempelhof gehört zu dieser Stadt wie das Brandenburger Tor, die Glienicker Brücke oder das Reichstagsgebäude!

Der historische Rückblick rechtfertigt keine Offenhaltung des Flughafens. Berlin braucht allerdings eine Anbindung an den internationalen Luftverkehr und bis zur Eröffnung des BBI müssen alle Start- und Landebahnen zur Verfügung stehen, um Fluggesellschaften, Touristen und Geschäftsleute nach Berlin zu bringen. Die Option eines Flughafens (Tempelhof) zur Entlastung und sinnvollen Ergänzung des BBI darf auch nach Eröffnung des BBI nicht in Frage gestellt werden.

Auch mit der Eröffnung des BBI und der Schließung des Flughafens Tegel, kann der Flughafen Tempelhof eine wichtige Rolle zur Entlastung des BBI, gerade für den „kleinen Flugverkehr“ sein.

Gerade die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zeigte diesen enormen Nutzen. Die Deutsche Flugsicherung koordiniert bis Ende Juni 2006 ca. 1200 Flugbewegungen allein in Tempelhof. Kein anderer Landeplatz hatte damit mehr WM-Zusatzflüge zu verzeichnen als der Berliner City-Airport. Über tausend Maschinen „parkten“ während der WM auf den Berlin-Brandenburger Flughäfen, allein 1/3 davon in Tempelhof. Ohne Tempelhof hätten diese Gäste des „Sommermärchen“ nicht bedient werden können.

Altkanzler Helmut Schmidt: "Berlin sollte Tempelhof nicht aufgeben. Die Hauptstadt der Republik darf jetzt die große und letzte Chance nicht verpassen, einen bundesweit einmaligen Standortvorteil zu nutzen: einen Flughafen in unmittelbarer Nähe der Innenstadt."

Diese Meinung ist auch die der Mehrheit der Berliner Bevölkerung: Eine von der Berliner Morgenpost und der RBB-Abendschau in Auftrag gegebene Umfrage hat bestätigt: Eine überwältigende Mehrheit der Berliner, nämlich 74 Prozent, ist für den Erhalt des Flughafens Tempelhof.

Gehen Sie zum Bürgeramt und geben Sie Tempelhof, geben Sie Berlin Ihre Stimme, helfen Sie mit, damit Berlin nicht einen Teil seiner Identität verliert.

Unsere Bilder sind unter folgenden Internetseiten aufrufbar:

www.tempelhof-bleibt-flughafen.de

www.rettet-flughafen-tempelhof.de

www.pro-tempelhof-und-das-ist-auch-gut-so.de

 


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Mentalitätswechsel in Berlin? Von rot/grün, rot/schwarz, rot/rot zur CDU-Hochburg!

Die Mehrheit der Berliner ist für die Offenhaltung des Flughafens Tempelhof. Zur Halbzeit der Unterschriftensammlung bekundeten nach Angaben des Landeswahlleiters 114510 Berliner ihre Unterstützung für das Volksbegehren.

In völligen Gegensatz zur Mehrheit der Berliner steht allerdings die Politik des Berliner Senats, der die Schließung Tempelhofs mit Übereifer betreibt. Es wird alles darangesetzt, harte Fakten zu schaffen.

So hat der Senat im Juni dieses Jahres zur Entwidmung des Flughafens beschlossen. Wenn dieser Verwaltungsakt Bestand hat, wird das Gelände ab dem 1. November 2008, planungsrechtlich kein Flughafen mehr sein.

Es ist ein sehr merkwürdiges und bedenkliches Demokratieverständnis, dem Willen der Bevölkerung zuvorzukommen, indem man versucht, sie vor vollendete Tatsachen zu stellen. Der Senat muss deshalb während des laufenden Verfahrens, dem Volksbegehren grundsätzlich alle Maßnahmen unterlassen, die dem Anliegen des Bürgerbegehrens entgegenstehen.

Auch sind „Argumente“ des Senats nicht nachvollziehbar. Man kann diese gebetsmühlenhaften Äußerungen schon nicht mehr hören. So wird unablässig behauptet, die Schließung sei notwendig, um den Bau des neuen Flughafens BBI in Schönefeld rechtlich nicht zu gefährden. Einen rechtlichen Grund zur Schließung im Oktober 2008 gibt es aber nicht. Auch nach der Inbetriebnahme des BBI, was frühestens 2011 der Fall sein wird, wird ein Flugbetrieb in Tempelhof rechtlich möglich sein. Dazu gibt es unterschiedliche juristische Gutachten die dies bestätigen.

Die Argumentation der Gefährdung ist zweifelhaft und verwerflich, da an gleich zwei Standorten in Brandenburg, genau diese Ausweichkapazitäten aufgebaut werden ohne das dadurch der Bau des BBI zu gefährdet wird.

Für die Offenhaltung von Tempelhof ist allerdings der politische Wille des rot/roten Senats erforderlich. Den Willen des Volkes hat er schon!

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Berliner Senat rechtliche Bedenken vorschiebt, um eine im Kern rein ideologische Entscheidung zu rechtfertigen.

Eine Schließung des Flughafens Tempelhof ist ein nie wieder gutzumachender Schaden für den Standort Berlin. Diese Fehlentscheidung wäre nicht mehr korrigierbar. Nach einer einmal erfolgten Schließung wird es planungsrechtlich nie wieder möglich sein, einen innerstädtischen Flughafen zu öffnen.

Berlin hat kein Geld - auch kein Geld für die bestehenden Park- und Grünanlagen. Nichts desto trotz wird der Berliner Bevölkerung ein zusätzlicher Park, nämlich das Gelände des Flughafen Tempelhof, versprochen. Eine durchaus auch sehr verlockende Option - allerdings ohne Gehalt.

Die Schließung des Flughafens könnte für Berlin teurer werden als die Offenhaltung. Die vom Senat als, einziges für die Schließung vorgebrachten Argument der Kosten für Tempelhof, ist eindeutig nur vorgeschoben, denn diese Kosten sind auch erforderlich, um die unter Denkmalsschutz stehenden komplexen Gebäude zu erhalten. Diese Kosten bleiben aber auch nach der Schließung erhalten und werden eher steigen und diese Kosten sind zu tragen.

Es werden vom Berliner Senat noch weitere Träumereien in die Welt gesetzt. So soll durch den Verkauf der Liegenschaft „Flughafen Tempelhof“ Geld in die öffentlichen Kassen gespült werden. „Tempelhof wird bei dem Gewerbeimmobilienboom gut zu verkaufen sein“. Wegen eines voraussichtlich einsetzenden und anhaltenden Immobilienbooms sitzt Berlin auf 60 Milliarden Euro Schulden. Aktuell kommt uns doch gleich auch die Nalepastraße in den Sinn; auch der Verkauf der Berliner Wasserbetriebe ist kein Ruhmesblatt. Seit 2004 sind die Wasserpreise um über 20 Prozent gestiegen und zählen nun zu den höchsten in ganz Deutschland. Erzählt wurde vorher immer etwas anderes - und die Folgen zahlt der Berliner Bürger.

Die Kosten des Flughafens wären bei Offenhaltung von Tempelhof leichter zu kompensieren als bei einer Schließung. Bisher hat der Berliner Senat die Verschrottung und die Entwertung von Tempelhof mit seiner Politik forciert und vorangetrieben.

Mit einem Mentalitätswechsel des Berliner Senates ist diese Kostenfrage Tempelhof - im Gegensatz zum 60 Milliarden Schulden beherrsch- bzw. lösbar, schafft und sichert Arbeitsplätze. Es gibt in Berlin viele Probleme - scheinbar unlösbare und lösbare.

Lieber Herr Wowereit! Tempelhof ist lösbar und das sogar im Konsens der Berliner Bevölkerung. Nutzen Sie Ihre Chance, dass Bürger nicht gegen, sondern für einen Flughafen sind! Auch das ist ein Novum! Berlin ist nicht nur „arm, aber sexy“, sondern auch vielfach anders oder andersrum, und das ist auch gut so! Das sind unsere Chancen, so sind wir und dafür braucht der Berliner keinen Mentalitätswechsel.

Eine Argumentation über die Umweltbelastung eines innerstädtischen Flughafens wird „Gott sei Dank“ vom Senat nicht schwerpunktmäßig geführt. Nähme man diese Argumente im kleinsten Ansatz ernst und da gibt es durchaus welche und überträgt diese Argumentation auf den Flughafen Tegel, so müsste dieser sofort und unverzüglich geschlossen werden und der BBI dürfte nicht gebaut werden! So gesehen wäre die Option „Leipzig“ als die erste Wahl im Spiel.

Und noch ein kleiner Zusatz. Die Befürworter des Flughafens werden auch gerne als Ewiggestrige bzw. Rosinenbombergeneration, BZ-Leser und/oder der Wirtschaft nahe stehenden Parteien und Organisationen zugeordnet. Also 75% der Berliner! Also auch wir. Kurz um - Berlin ist eine CDU-Hochburg.

Wir, die Betreiber dieser Seite, aber gehören auch zu den Bürgern dieser Stadt, die mit über 60 Prozent Zustimmung, mit unseren regierenden Bürgermeister Wowereit sehr zufrieden oder zufrieden sind. Diese Zustimmung ist im Moment im Sinken und auch wir folgen der normativen Kraft des Faktischen! Und wenn Herr Pflüger mit seiner Meinung - im Konsens mit der Berliner Bevölkerung und über die Parteigrenzen hinweg - Recht hat, dann ist das eben so!

Gehen Sie zum Bürgeramt und geben Sie Tempelhof, geben Sie Berlin Ihre Stimme, helfen Sie mit, damit Berlin nicht einen Teil seiner Identität verliert.

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Unsere Bilder sind unter folgenden Internetseiten aufrufbar:

www.tempelhof-bleibt-flughafen.de

www.rettet-flughafen-tempelhof.de

www.pro-tempelhof-und-das-ist-auch-gut-so.de

 


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